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Kardinalsgarnele, Caridina dennerli

von | 08.07.2025 | Garnelen / Krebse | 0 Kommentare

Die Kardinalsgarnele wird max. 2 cm groß und ist sehr friedlich. Im Vergleich zu anderen Zwerggarnelenarten sind sie sehr schlank. Die Körperfarbe variiert von hellem rot bis zu dunklem Lila. Dazu hat sie vier weiße Scheren und weiße Punkte auf dem Körper. Männchen bleiben etwas kleiner und sind schlanker.

Vorkommen

Kardinalsgarnelen kommen von der Insel Sulawesi (Indonesien) aus dem Matano-See, der bei geringer Härte einen pH-Wert um 8 aufweist, sehr klar und extrem bakterienarm ist. Die Wassertemperatur liegt knapp unter 30 °C. Die Garnelen leben auf und zwischen Steinen, wobei es nur wenige Wasserpflanzen und Algenaufwuchs gibt. Dort sind ebenfalls sehr viele Schnecken zu finden.

Pflege

Wie in der Natur sollten die Wasserwerte im Aquarium entsprechend nachempfunden werden, was nicht ganz so einfach ist. Der pH-Wert muss um 8 liegen und die Temperatur wird auf etwa 29 °C eingestellt. Das große Problem im Aquarium ist die hohe Bakteriendichte und die Stickstoffbelastung. Bei pH-Werten über 7 kann Ammoniak entstehen, das schon in geringsten Konzentrationen giftig ist. Auf Garnelen, die in der Natur quasi in reinstem Wasser vorkommen, wirkt es umso tödlicher. Somit ist ein Aquarium für diese Sulawesi-Garnelen am besten mit einem UV-Klärer gegen Bakterien und Keime und einer guten Filterung auszustatten. Regelmäßige Wasserwechsel sind selbstverständlich. Wenn es merkwürdig erscheint, aber probieren sie mal auf die Fütterung zu verzichten und in einem eingefahrenen Aquarium nur regelmäßig das Wasser zu wechseln, denn in der Natur sind die Garnelen ebenfalls Minimalisten.

Bemerkungen

Die Tiere verstecken sich teils tagsüber unter Steinen oder Wurzeln. Vergesellschaftet werden können sie mit den verschiedenen Tylomelania-Arten in der Artendatenbank aus den Sulawesi-Seen. Dabei handelt es sich um über 5 cm lang werdende Schnecken, die teils sehr kräftig gefärbte Körper haben.

Zucht

Die Kardinalsgarnelen gehören zum spezialisierten Fortpflanzungstyp, das heißt, die Jungtiere sind bereits nach dem Schlupf kleine Abbilder der Eltern und bodengebunden. Die Weibchen tragen für etwa 3 Wochen die bis zu 20 Eier am Hinterleib, bis die Jungen schlüpfen.

Fütterung

Mit ihren kleinen Scheren nimmt sie Aufwuchs, Detritus und sehr kleine Futterpartikel auf. Daher können wir folgende Futtersorten empfehlen.

Ähnliche Arten

Andere Caridina-Arten in der Artendatenbank auf www.wirbellose.de aus dem Matano-See.

Die Kardinalsgarnele findet ihr auch in unserer Artendatenbank: Zum Eintrag der Kardinalsgarnele in der Artendatenbank

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Kai A. Quante

Kai A. Quante

Kai A. Quante ist seit Kinderzeiten Aquarianer. Im harten Wasser wurden zu Jungendtagen Lebendgebärende wie Segelkärpflinge, Black Mollies und Platies gezogen. Mit Umzug nach Braunschweig, mit seinem weichen Wasser, vermehrten sich die Aquarien auf inzwischen etwa 60 bis 80 mit 1,5 bis 180 Litern Volumen mit meist kleinen Fisch- und Wirbellosen-Arten, die sich in den Becken tummeln. Gezüchtet wurden früher diverse Harnisch- und Panzerwelse, Zwergbuntbarsche, Labyrinther und Salmler. Durch die Begeisterung für Wirbellose wurden Anfang der 1990er bereits Bienengarnelen gezüchtet, bald kamen Marmorkrebse und Ringelhandgarnelen als Grundlage für die Zucht diverser Krebs-, Garnelen- und Krabbenarten. Urzeitkrebse faszinieren seit Yps-Zeiten in der Jugend und sind ständige Begleiter. Sie bevölkern nun zwischen 20 und 40 Becken. Seit 2015 hat er mit AQ4Aquaristik eine eigene Marke für aquaristische Produkte im Bereich Urzeitkrebse, Futter und aquaristische Produkte.